Der Hugo-Junkers-Preis zählt zu den bedeutendsten Innovationspreisen des Landes Sachsen-Anhalt und würdigt herausragende Forschungs- und Entwicklungsleistungen mit hoher gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 80.000 Euro vergeben.
Auszeichnung für industrielle Innovation aus Sachsen-Anhalt
Ausgezeichnet wurde die von Laempe entwickelte 3D-Drucklösung für die automatisierte Herstellung von Sandkernen und Formen in der Gießereiindustrie. Die Technologie ermöglicht die direkte Fertigung komplexer Bauteile aus digitalen Daten – werkzeugfrei, ohne Rüstzeiten und mit hoher Gestaltungsfreiheit. Durch schnelle, automatisierte Prozesse und integrierte Qualitätskontrollen verbindet der 3D-Drucker L3D-200 die Vorteile der additiven Fertigung mit den Anforderungen industrieller Serienproduktion. Der 3D-Drucker gehört zu den schnellsten Anlagen weltweit in seinem Segment. In der Begründung der Jury heißt es, dass das automatisierte 3D-Druckverfahren die Herstellung von Formen und Kernen grundlegend neu organisiert und durch seine industrielle Skalierbarkeit Aufwand, Kosten und Komplexität in der Produktion reduziert. Damit leiste die Technologie einen wichtigen Beitrag zu effizienteren, flexibleren und wirtschaftlicheren Gießereiprozessen.
Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann würdigte die Bedeutung innovativer Entwicklungen aus Sachsen-Anhalt: „Die Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, wie aus exzellenter Forschung konkrete Lösungen entstehen, die unser Leben verbessern können. Gerade in herausfordernden Zeiten sind es solche Entwicklungen, die Mut machen und Perspektiven eröffnen. Sachsen-Anhalt ist ein Land der Innovationen – an unseren Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen und ebenso in Unternehmen. Innovation braucht dabei das enge Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft, damit Ideen zügig in die Praxis kommen und echten gesellschaftlichen Nutzen entfalten können.“ Für Laempe ist die Auszeichnung eine besondere Bestätigung der eigenen Innovationsstrategie. Das Unternehmen investiert gezielt in die Weiterentwicklung additiver Fertigungstechnologien und hat den L3D-200 konsequent auf die Anforderungen industrieller Anwendungen ausgerichtet. Die Technologie kommt bereits in anspruchsvollen Produktionsumgebungen zum Einsatz (unter anderem bei der BMW Group) und ermöglicht neue Freiheiten bei Konstruktion, Leichtbau sowie Prototypen- und Serienfertigung.
„Der Hugo-Junkers-Preis ist für uns eine große Anerkennung und zugleich eine Bestätigung für den Weg, den wir eingeschlagen haben. Mit dem L3D-200 haben wir eine Technologie entwickelt, die additive Fertigung in die industrielle Praxis überführt. Unser Ziel war von Anfang an, die Vorteile des 3D-Drucks mit der Produktivität, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit moderner Serienfertigung zu verbinden. Dass diese Leistung nun mit dem wichtigsten Innovationspreis des Landes ausgezeichnet wird, macht uns stolz und ist vor allem eine Auszeichnung für das gesamte Team hinter dem Projekt“, sagt André Klimm, Geschäftsführer der Laempe Mössner Sinto GmbH. Der Gewinn des Hugo-Junkers-Preises ist bereits die zweite bedeutende Auszeichnung innerhalb weniger Monate für die von Laempe entwickelte 3D-Drucktechnologie. Erst im Herbst 2025 wurde das Unternehmen auf der internationalen Leitmesse Formnext mit dem renommierten „(R)evolution Award“ ausgezeichnet.
Der Hugo-Junkers-Preis würdigt damit die Innovationskraft und eine technologische Entwicklung, die maßgeblich durch das engagierte Team der Laempe Mössner Sinto GmbH vorangetrieben wurde. „Federführend war dabei das Team unter der Leitung von Frank Wedemeyer, gemeinsam mit Jan Gümmer, Janosh Münzer sowie allen weiteren Beteiligten, die mit ihrer Expertise, Ausdauer und Leidenschaft zum Erfolg des Projekts beigetragen haben”, betont André Klimm.
Technologie live erleben bei der Open Week
Wie die Zukunft der Kernfertigung aussieht, können Kunden, Partner, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien bereits in wenigen Tagen im Rahmen der Hausmesse „Open Week” am Unternehmensstandort in Barleben erleben. Vom 23. bis 25. Juni 2026 öffnet Laempe seine Türen und präsentiert aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Kernfertigung, Automatisierung, Digitalisierung und additive Fertigung. Im Mittelpunkt steht dabei auch der L3D-200. Besucher erhalten Einblicke in die Technologie, die Entwicklungsarbeit hinter dem Projekt sowie die Möglichkeiten des industriellen 3D-Drucks für die Gießereiindustrie. Darüber hinaus zeigt Laempe seine Kompetenz als Full-Service-Anbieter entlang der gesamten Kernfertigung – von klassischen Kernschießmaschinen über Automatisierungslösungen bis hin zu digitalen Anwendungen.
Über Laempe Mössner Sinto GmbH
Die Laempe Mössner Sinto GmbH ist Weltmarktführer für Kernfertigungstechnologie in der Gießereiindustrie und deckt mit seinem umfassenden Produkt- und Dienstleistungsportfolio alle Bereiche der modernen Kernfertigung - von der konventionellen, der additiven bis zur hybriden Fertigung - ab. Das deutsche Traditionsunternehmen ist ein Komplettlösungsentwickler mit Hauptsitz im sachsen-anhaltischen Barleben/Meitzendorf. An diesem hochmodernen Produktionsstandort, den Standorten Schopfheim im Schwarzwald sowie bei den Tochterunternehmen in Pune (Indien) und Beijing (China) sind insgesamt 350 Mitarbeiter beschäftigt. www.laempe.com
Pressekontakt: Thomas Doriath - PR/Öffentlichkeitsarbeit - E-Mail: pr(at)laempe(dot)com

